Die Tatsache, dass ein Grundstück selten aus Eigenmitteln
finanziert wird, hat im ersten Schritt keinen Einfluss auf die
Vermögensbilanz, da hier für das Darlehen (den
Fremdmittelanteil) anteilig das Grundstücksvermögen
eingestellt werden kann. Da aber die oben beschriebenen
Vermögenseinbußen für diesen Fremdmittelanteil auch
wirksam sind, ergibt sich der Effekt, dass sich die Vermögenseinbuße
im Verhältnis zu den Eigenmitteln deutlich erhöht. Wenn
dann die Eigenmittel, die für diese Investition eingesetzt
werden, im wesentlichen das Gesamtvermögen darstellt (was in der
Praxis beim Eigenheimerwerb der Fall ist), ist dies von großer
Bedeutung. Ein Beispiel soll das verdeutlichen:
| Beispiel: Einfluss der Fremdfinanzierung auf die Vermögensentwicklung |
| Gesamtkosten des Grundstückserwerbs |
250.000,00 € |
250.000,00 € |
| Erwerbsnebenkosten (Makler, Grunderwerbsteuer, Gericht, Notar etc.) |
25.000,00 € |
25.000,00 € |
| Vermögen nach Erwerb (Grundstückswert) |
225.000,00 € |
225.000,00 € |
| Eigenmittel (Vermögen vor Erwerb) |
50.000,00 € |
250.000,00 € |
| Fremdmittel |
200.000,00 € |
0,00 € |
| Nettovermögen (nach Erwerb) |
25.000,00 € |
225.000,00 € |
| Verlust (bezogen auf das Vermögen vor Erwerb) |
50,00% |
10,00% |
Wenn bei diesem Beispiel noch beim Wiederverkauf 10 Prozent
weniger erlöst werden (was in der Praxis kein Riesensprung ist),
als man vorher aufgewendet hat, ist schon das Gesamtvermögen
aufgebraucht, das vor Kauf vorhanden war. Hat man noch
Vorfälligkeitsentschädigungen zu zahlen oder ähnliches,
bleiben nach der Trennung von der Immobilie leicht noch fünfstellige
Schulden über, für die man (ohne Immobilie als Sicherheit)
auch noch hohe Zinsen aufbringen muss.
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