|
Entscheidend für den Erfolg einer Immobilieninvestition ist
die optimale Nutzungsmöglichkeit, für den Vermieter also
die Attraktivität in den Augen des Mieters und zwar nicht nur
heute, sondern auch in Zukunft. Mann sollte sich also fragen, ob
dieses Objekt oder ob die Umgebung, in der es steht, auch in Jahren
oder Jahrzehnten wohl noch Mieter anzieht. Für den
Eigenheimerwerber steht natürlich zunächst seine
persönliche Nutzung im Vordergrund aber spätestens wenn das
Grundstück mal verkauft werden soll, geht es auch hier wieder um
die Augen der Dritten. Und je breiter der Interessentenkreis ist,
desto größer sind die Vermarktungschancen. Spätestens
hier finden die Perspektiven von „Eigenheimern“ und
„Anlegern“ wieder zusammen.
Auch die Ausstattung einer Immobilie zu den Rahmenbedingungen
passen. In viele Immobilien werden Ausstattungen eingebaut, die in
ihrem Mikrostandort nicht angemessen honoriert werden. Dies gilt für
Vermietung aber ganz besonders für den Verkauf. Eine luxeriöse
Komfortwohnung in einem „Armeleute-Viertel“ wird wenig
Akzeptanz finden.
Neben dem Kaufobjekt ist also auch die Umgebung zu betrachten und
die Infrastruktur: Öffentliche Verkehrsmittel,
Einkaufsmöglichkeiten, Freizeiteinrichtungen oder ähnliches
zählen hierzu. Die Entwicklungsaussichten des Standortes sollten
auch nicht außer Acht gelassen werden. In ein paar Jahrzehnten
kann sich einiges nachhaltig verschieben, was heute in kleinen
Prozentsätzen noch unbedeutend aussieht. Der Käufer sollte
also versuchen, sich die Immobilie mit den Augen anderer zu
betrachten und sich vorzustellen, wie dies in späteren Zeiten
aussieht!
Die Miete, die für ein Objekt erzielt wird, ist ein
wesentlicher Indikator, der die Auswahl zwischen alternativen
Objekten bestimmt. Man sollte daher immer versuchen, etwa angegebene
Mieten zu verifizieren, was durch Recherche in der Nachbarschaft,
durch Mietspiegel oder durch sachverständige Informanten
geschehen kann.
Eile ist bei einer
Immobilieninvestition Fehl am Platz. Es wird zwar häufig auf
schnelle Entscheidungen gedrängt (meist von Verkäufer oder
Vermittler) aber nach meiner Erfahrung gibt es kaum „die
unwiederbringliche Gelegenheit“, die Anlass hierfür gäbe.
Auch Fehler im kleinen prozentualen Bereich wirken sich bei diesen
Investitionshöhen beträchtlich aus und daher ist Ruhe erste
Investorenpflicht!
|