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Wir sind nicht objektiv!
Unser Rat ist nicht neutral, er ist
für Sie als Auftraggeber bestimmt und soll Ihre Interessen
wahren! Auch wenn es immer wieder gern werbewirksam heraus gestellt
wird, dass „objektive Beratung“ das richtige sei, sind
wir anderer Meinung. Wir ergreifen Partei für Sie!
Dafür sorgen Sie, indem Sie uns
bezahlen. So können wir unsere Qualifikation und unsere
Erfahrung für Sie einsetzen, denn wir müssen unser Brot ja
nicht von der anderen Verhandlungspartei (einer Bank o. ä.)
einfordern. Der „Normalfall“ wäre dies, denn die
Beratung gegen Honorar ist im Finanzdienstleistungsbreich die
Ausnahme.
Wo es um Geld geht, wird
normalerweise nicht über Geld gesprochen! Jedenfalls nicht über
das Geld für die „Beratung“. Man erhält überall
eine „kostenlose Beratung“. Und wenn man sich einen
Moment Zeit nimmt und bewusst darüber nachdenkt, weiß man
doch, dass es das nicht geben kann - selbst die Beratung in
Verbraucherzentralen muss bezahlt werden (zum Teil aus Steuermitteln,
also von uns allen). Und für die sonstigen „Beratungen“
gilt: „Es ist häufig umsonst, aber selten kostenlos“.
Man sieht es halt nur nicht, wie viel man zahlen muss. Die Berater
werden jedenfalls nicht von den Kunden bezahlt. Und ... wer zahlt ...
Es geht um Interessen
Die eigentliche Frage ist also nicht:
Ist der Berater objektiv? Die eigentliche Frage lautet: Wo liegen
seine persönlichen Interessen. Wenn man unterstellt, dass „St.
Martin“ uns im wirtschaftlichen Leben selten begegnet, ist ein
wichtiges (und legitimes) Interesse das nach dem eigenen
Lebensstandard. Eine angemessene Entlohnung für eine
wirtschaftliche Tätigkeit ist ein selbstverständliches
Interesse, das jedermann im Blick behalten muss!
Wenn ein „Berater“ einen
Verbraucher „berät“ und nur dann bezahlt wird, wenn
der Kunde auch einen Vertrag schließt, dann schränkt die
Möglichkeiten, die dem „Berater“ angenehm sein
können in der Tendenz ein (auch bei allem erdenklichen
Ehrgefühl). Erstens in Hinsicht auf die Tatsache, ob überhaupt
ein Vertrag abgeschlossen wird, oder lieber doch nicht. Und zweitens
in Hinsicht auf die Höhe der Entlohnung – denn es ist so,
dass ein Teil der Anbieter von Finanz-Produkten gar keine Provision
oder Courtage (so nennt man die Entlohnung für Vermittlung)
zahlt, ein weiterer Teil ein wenig, wieder andere mehr und ein paar
vielleicht sogar sehr viel.
Daraus erklärt sich die
Tatsache, das es im Verlauf unserer Beratung z. B. auch vorkommt,
dass wir unserem Auftraggeber, der eine Eigentumswohnung kaufen will,
davon abraten. Oder besser gesagt, eigentlich erklärt sich
daraus die Tatsache, warum es sonst kaum vorkommt, dass davon
abgeraten wird ...
Unser Interesse kann schließlich mit Ihrem so weit
übereinstimmen, weil Sie uns entlohnen!
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