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1. Seriöse Berater/-innen verfügen über allgemeine
kaufmännische Kenntnisse und Fertigkeiten
Ein Abschluss eines kaufmännisch
orientierten Berufsbildes oder die Ausübung eines kaufmännischen
Berufes über mindestens drei bis fünf Jahre zeigen dies.
2. Seriöse Berater/-innen verfügen über fundierte Fachkenntnisse
im Bereich ihrer jeweiligen Tätigkeit
In vielen Fällen haben Berater
keine “ordentliche” Ausbildung in ihrem Tätigkeitsfeld
abgelegt - wie z.B. Bank-, Versicherungs- oder Immobilienkaufmann.
Durch Fortbildungen kann dies aber ersetzt werden. Als unteren
Standard für eine spartenübergreifende Finanzplanung im
privaten Haushalt empfehlen wir den Abschluss zum “Fachberater
für Finanzdienstleistungen (IHK)”. Dieser Kenntnisstand
sollte für die Beratung über Standardprodukte des privaten
Haushaltes vorhanden sein. Das sind im wesentlichen: private Sach-
und Personenversicherungen (Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz-,
Kfz-Versicherungen sowie Unfall-, Kranken-, Lebens-,
Rentenversicherungen mit Berufs- oder
Erwerbsunfähigkeitsversicherungen
Wenn es um komplexere
Finanzdienstleistungen geht, sind speziellere Kenntnisse und
Fertigkeiten erforderlich. Das gilt zum Beispiel für:
Baufinanzierungen, betriebliche Altersversorgung, Immobilienanlagen,
Beteiligungsprodukte (wie geschlossene Fonds) aber auch für
umfassende Finanz- und Vermögensplanungen mit
Kapitalstrukturanalysen oder ähnlichen Finanz-Planungen. Hier
sind mindestens Abschlüsse auf dem Niveau des “Fachwirt
für Finanzplanung (IHK)” oder spezielle Prüfungen für
das Tätigkeitsgebiet. Leider können wir derzeit am Markt
noch keine Übersicht über konkrete Zertifizierungen geben.
Im Fall unseres ”Finanzplaner Deutschland - Bundesverband” ist durch
hohe Eingangshürden sichergestellt, das die Mitglieder über
allgemein kaufmännische und tiefe spezielle Fachkenntnisse sowie
praktische Erfahrung vefügen (s. Satzung und Richtlinien).
3. Seriöse Berater/-innen haben mehrjährige praktische Erfahrungen
gesammelt
Wir gehen davon aus, das mindestens
drei Jahre praktische Tätigkeit nötig ist, um alle
ersthaften Planungen des privaten Bereiches, wie unter 2. Im 1.
Absatz genannt, selbständig auszuführen.
4. Seriöse Berater/-innen können Referenzen abgeben
Hierunter sind auch fachliche
Publikationen, Meldungen in der Presse und den anderen Medien oder
persönliche Erfahrungen zu zählen
5. Seriöse Berater/-innen geben klar zu erkennen, von wem sie ihr Einkommen
beziehen
Die Bezahlung der “Finanzberatung”
erfolgt in Deutschland traditionell durch die Produktgeber, da die
Vergangenheit im wesentlichen nur den Typus des Vermittlers kannte.
Dessen Position als Agent oder als Makler bedingt, dass die Bezahlung
1. Nur bei Abschluss und 2. seitens des Produktgebers erfolgte. Wenn
Sie aber einen Rat bevorzugen, der davon unabhängig ist, finden
Sie heute auch Fachleute, die Sie gegen Honorar beraten. Lassen Sie
sich aber bestätigen, das daneben keine Provisionen o.ä.
vom Produktgeber fließen (oder wenigsten die Höhe nennen,
damit Sie das Gewicht der Zahlung gegenüber dem Honorar
einschätzen können).
6. Seriöse Berater/-innen klären über ihre Abhängigkeit von
einzelnen oder mehreren Produktgebern auf
Neben den Zahlungen können auch
direkte vertragliche Bindungen dazu führen, das die Ergebnisse
der Beratung beschränkt sind. So gibt es Agenturen, die
nur die Produkte eines Konzerns vermitteln dürfen aber auch
Vereinbarungen, Produkte einer Sparte (z.B. alle
Unfallversicherungen) nur bestimmten Vertragspartnern zuzuführen.
7. Seriöse Berater/-innen konkretisieren zu Beginn der Beratung ihre Aufgaben,
die Ziele und den Aufwand
Sie sagen Ihnen, was sie konkret tun
können und wo eventuell ihre Grenzen sind und geben Ihen
zumindest eine Einschätzung des auf Sie zukommenden Aufwandes.
8. Seriöse Berater/-innen haben eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung über ihre Tätigkeit abgeschlossen
Der Deckungsumfang sollte den gesamten
Rahmen der Tätigkeit abdecken.
Die Deckungssumme sollte ausreichend
hoch sein, damit mögliche finanzielle Schadenersatzansprüche
auch gedeckt sind
9. Seriöse Berater/-innen drängen nicht zum schnellen Vertragsabschluss
Sie haben stets Zeit, mögliche
Schritte in Ruhe zu prüfen.
Seien Sie misstraurisch, wenn von einer
“letzten Gelegenheit” oder der “einmaligen Chance”
die Rede ist.
10. Seriöse Berater/-innen weisen sich oft durch die Zugehörigkeit zu einem
seriösen Verband aus.
Beobachten Sie hierzu die Meldungen der
Presse oder erkundigen Sie sich bei speziellen Branchendiensten.
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